OpenSlides im Parlamentsmodus

Mit dem neuen Parlamentsmodus von OpenSlides ist es erstmals möglich, die besonderen Anforderungen eines regelmäßigen Parlamentsbetriebs abzubilden.

Potsdam

Als erstes Bundesland setzt Brandenburg in seinem Landtag in Potsdam OpenSlides zur Organisation seiner Sitzungen im Plenum ein. Zahlreiche Anpassungen und Zusatzmodule waren nötig, um OpenSlides für die speziellen Bedürfnisse in einem Parlamentsbetrieb fit zu machen.

Redezeitsteuerung

Der wichtigste Unterschied zwischen dem Betrieb des Programms in einem einmaligen Versammlungs-Szenario und einem regelmäßigen Parlamentsbetrieb ist die Redezeitsteuerung. Redner*innen in einem Parlament bekommen Redezeit je nach Größe ihrer Fraktion zugewiesen, und das Parlamentspräsidium überwacht das Redezeitkontingent.

Sobald ein Redebeitrag das Zeitlimit überschreitet, kommt diese Zeit den anderen Fraktionen zugute. Zwischenfragen und Interventionen werden zudem unterschiedlich gehandhabt und für die Messung der Redezeiten je nach Fall nicht berücksichtigt.

Die Entscheidung bleibt beim Vorsitz des Parlaments, aber durch den Einsatz von OpenSlides wird die Handhabung der Redezeiten viel einfacher und transparenter. Statt mit Stoppuhren und Zetteln zu hantieren, kann über OpenSlides die Zeit automatisch erfasst und Warnungen vor Schluss angezeigt werden. Sollte jemand überziehen, wird automatisch hochgezählt und die Zeiten für die anderen Fraktionen entsprechend angepasst.

Zwischenfragen und Interventionen, Sprechzettel und Bauchbinden

Die Organisation von Tagesordnungspunkten, Redelisten und Anträgen ist eine Kernaufgabe von OpenSlides. Für den Parlamentsbetrieb wird der Umgang mit Zwischenfragen und Interventionen besonders berücksichtigt. Neu sind außerdem Sprechzettel zu Tagesordnungspunkten und die optionale Anzeige von Tagesordnungspunkten zu Redner*innen im Livestream (Bauchbinde).